Wortschatz

Treffen der Giganten

Oh Gott. Ich habe jetzt bestimmt schon einen Monat nichts geschrieben und meine Besucherzahlen sind wieder mal im Keller. Das muss ein Ende haben. Nur, wie?!

Ich weiß nicht was ich schreiben soll, zumindest fällt mir keine zusammenhängende Geschichte ein, die ich überhaupt irgendeinem zumuten kann. Also erzähle ich jetzt ein paar kleine Geschichten.

Das Internet

Das das Internet doch zu etwas gut sein kann habe ich in den letzten Wochen erkannt. Ich häbe nämlich ein paar alte Freunde aus meiner Grundschulzeit wiedergefunden, die sich, und jetzt kommts, sogar an mich erinnern können. Zumindest die drei, die mir zurück geschrieben haben.

Wo?: studiVZ
Warum?: keine Ahnung

Die Idee dazu habe ich von einer ehemaligen Grundschulmitklässlerin bekommen und siehe da; eine Welle der alten Bekanntschaften. Mittlerweile bin ich zum Entschluss gekommen, dass man doch ein Klassentreffen organisieren könnte. Von der Grundschulklasse. Richtig gelesen.

Ob es was bringt weiß ich nicht. Vielleicht wollen die meisten ja gar nicht kommen, weil sie den Rest nicht mehr mögen oder die ersten 6 Schuljahre erfolgreich aus ihrem Gedächtnis gestrichen haben. Oder sie sind schlichtweg nicht auffindbar. Ich habe mich natürlich vorbereitet und schonmal die Telefonnummern von Frau Mama und Herrn Papa rausgesucht, sodass ich bei Gelegenheit mal einen konstruktiven Telefonterror durch die Peitzer Gemeinschaft starten kann.

Dort würde es nämlich stattfinden. Das Grundschulklassentreffen. Warum die Grundschule? Nun, ich sehe auch die Grundschule als einen Abschluss an.

Abschluss vom Herrn Seeliger, dem ich meine damalige 5 in Mathe zu verdanken habe. Arschloch. Ich muss zu meiner Rechtfertigung sagen, dass ich die Jahre davor und auch die Jahre danach meistens mit einer 2 auf dem Zeugnis glänzen konnte.

Abschluss vom Henry. Mit dem ich mich eine ganze Mittagspause geprügelt habe. 45 Minuten lang. Er hat angefangen. Ich würde mich niemals vorsätzlich schlagen. Eher laber ich die Leute zur Besinnungslosigkeit. Übrigens kann ich den Henry rein zufällig nicht finden und somit auch nicht zum Klassentreffen einladen. Tja, wenn die falschen Leute das Richtige organisieren, sag ich da nur.

Jedenfalls wird dieses Klassentreffen stattfinden. Das habe ich mir geschworen. Und wenn ich da alleine antanzen werde und mit imaginären alten Klassenfreunden reden muss.

Das Praktikum

Glaubt es oder nicht. Mein letztes Praktikum war irgendwie nicht erwähnenswert. Nicht, dass es langweilig war oder mir nicht gefallen hätte. Es ist nur irgendwie nichts passiert, was man hier reinschreiben kann.

Bis auf Frau M. Jedes Haus hat seinen Drachen. Frau M. ist die Drachenmutti. Wenn sie einem in der Küche begegnet möchte man ihr den steinernen Belag aus dem Gesicht mörteln. Einmal hat sie mich angefahren, weil ich nicht SOFORT mein Brett sauber gemacht habe sondern, den Lappen noch holen wollte. Welch eine Frechheit. Eigentlich wollte ich sagen, dass sie sich erstmal ihre Zähne rasieren sollte, bevor sie mit mir redet, aber das hätte unter Garantie Ärger gegeben.

Die Drachentochter war Judith. Judith war so etwas wie ein schlecht erzogener Pseudorebell. Einen zum Teil rasierten Kopf, schwarz geschminkte Augen und soviel Piercings im Gesicht, dass man aus dem Metall locker einen Eisenbahnwaggon schmieden konnte.

Folgendes Szenario. Judith steht vor der Personaleingangstüt und sieht mich mit ihrem Friedhofsblick an, während ich versuche eine geschlossene Tür aufzumachen.

"Upps, die geht ja gar nicht auf"
"Sonst würde ich hier ja nicht stehen"
"Naja ... schließlich rauchst du hier draußen und das würde sich in einer Küche schlecht machen. Außerdem könnte es ja sein, dass du noch auf jemanden wartest."
"Auf wen sollte ich denn warten?"

Soviel Frechheit auf einem Haufen. Ihr wurde wohl ein Piercing quer durch den Kopf gestochen. Ich sage nur: "Scheiße, wenn man keine Freunde hat" und suche mir einen Punkt am Horizont, den ich die nächsten 10 min anstarren kann. Plötzlich versucht Chromojudith nett zu sein.

"Und, hast du einen Parkplatz gefunden?"
"Klar, sonst würde ich ja nicht hier stehen"

Was bildet sich diese Zigeunerbärbel eigentlich ein? Das ich nach ihrem Morgenmuffelkommentar noch nett bin? Ihr vielleicht einen Kaffe anbiete oder nach der Arbeit noch zum Kuscheln mit nach Hause komme? Nee nee. Jetzt ist Chromojudith mal an der Reihe sich einen Punkt zum Anstarren zu suchen. Vorzugsweise auf dem Fußboden.

27.8.07 18:30

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Steffi / Website (27.8.07 19:06)
Hihihi... Scheinbar sind doch noch nicht alle Drachen ausgerottet. *lach*

Ha, ich hab Dich eben im studiVZ entdeckt und werde Dich gleich mal ganz dreist anschreiben! Jawohl!


Rebecca / Website (11.9.07 18:27)
Drachen können recht ungemütlichen werden, v. a. unsere gute Frau M.

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